Projektidentität im Kontext HomeOffice

Veröffentlicht am 8. Februar 2021 um 08:51

HomeOffice und von einander isoliertes Arbeiten stellen eine große Herausforderung dar, wenn es darum geht eine Projektidentität und Projektkultur zu schaffen. Ich nutzte gerne Projektteam-Meetings dazu bewusst die Tür zum Alltagsgeschäft zu schließen. Damit wurde bildlich und real eine Abgrenzung vorgenommen und die Teammitglieder konnten sich für diese Zeit auf den Kosmos des Projektes konzentrieren. 

Virtuelle Meetings verlieren auf jeden Fall das Symbolische, Haptische. Sich auf das Projekt zu konzentrieren wird zu einer virtuellen, intellektuellen Leistung jedes einzelnen. 

Mein Eindruck ist, dass damit auch ein starker Treiber und integrierender Faktor im Bezug auf die Projektkultur verlorengeht. Projektarbeit reduziert sich auf das Abarbeiten von Aufgaben und die Verifikation von ToDo-Listen. Motivation und Identifikation können nur durch einen enorm hohen Aufwand aufrecht erhalten werden.

Ich beobachte es an mir selbst, wie schwierig es teilweise ist den Fokus zu behalten und zu wissen, was jedes einzelne meiner Teammitglieder gerade braucht und wie es um unsere gemeinsame Projektidentität gerade steht.

In Zeiten der Büroanwesenheit helfen kurze Gespräche, Kaffeepausen oder auch nur der Eindruck, der beim "Guten Morgen" vermittelt wird diese Stimmungen wahrzunehmen. Dann lassen sich auch Maßnahmen einleiten, Feedbacks initiieren. 

Ist der Video-Call eine taugliche Alternative dazu? Oder ist dieser doch eher eine Störquelle? Wie kann man Möglichkeiten der Kommunikation synchronisieren ohne permanent die Arbeit zu stören? Was ersetzt diese Wahrnehmung genau jetzt das Gespräch zu suchen?

Ich würde mich freuen Ihre Erfahrungen zu hören. Wie schaffen Sie Projektidentität? Finden diese Versuche auch bei den Teammitglieder Resonanz oder bleibt es eher ein Einbahn-Versuch? 


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